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Update 7.4.2022:  Luftbilder von 1975 und 1982

Die Zementfabrik K. Hürlimann Söhne AG in Brunnen am Vierwaldstättersee lag direkt an der Gotthardlinie der SBB. 
Die Firma wurde 1883 gegründet und bestand als traditionsreiches Unternehmen bis 1996.
Im selben Jahr, mitten in der Absatzkrise der Zementindustrie, wurde das Unternehmen durch den "Globalplayer" Holcim übernommen. Diese Geschichte endete mit der Schliessung der Zementfabrik 2008. Der ehemals mit der Feldbahn verbundene, grössere Steinbruch Unterschönenbuch blieb als einziges Relikt noch weiter in Betrieb. Das Material wird von da direkt mit Lastwagen zu anderen Holcim Standorten abgefahren. 

Die Zementfabrik hatte neben dem umfangreichen Werksgelände mit normalspurigen Anschlussgleisen und eigenen Rangierlokomotiven, bis 1991 zwei Lorenseilbahnen zu den kleineren Gruben Urmi und Wylen sowie die leistungsfähige Feldbahn zur mengenmässig grössten Grube Unterschönenbuch.
Anbetracht der zu transportierenden Tonnagen wurde die Bahn in der breiten Feldbahnspur von 75cm gebaut und von Hürlimann laufend modernisiert. 
So glaubte man noch 1991 an eine Zukunft des Familienunternehmens und investierte in eine komplette Erneuerung der 75cm spurigen Feldbahn. Da wurden die Geleise mit schwerem Profil ausgerüstet, die Gleisanlagen im Werk angepasst, neue Be- und Entladeanlagen gebaut, und zwei komplett neue Pendelzüge mit aussergewöhnlichen Steuerwagen angeschafft. So entfielen Rangierarbeiten an den Be- und Entladestellen. Der Fahrplan war so gestaltet, dass während der Beladung der andere Zug auf der Strecke und der Entladung war.
Die anlässlich der Modernisierung 1991 gekauften 2 Lokomotiven vom Typ DFL150/1.2 kamen von DIEMA wie auch die beiden in ihrer Art einmaligen Steuerwagen. Die gedungene Bauform war der niedrigen SBB-Unterführung unmittelbar nach der Zementfabrik geschuldet. Mit den 10 modernen Kippwagen von Mühlhäuser konnten so 2 Züge mit 5 Kippwagen gebildet werden. In der kurzen Zeit des Betriebes unter Hürlimann und Holcim gab es an den Fahrzeugen noch kleinere, optisch sichtbare Änderungen wie z.B. Zweiklanghörner und Warnleuchten. Die sichtbaren Nummern 1 und 2 bekamen die Lokomotiven erst unter der Regie von Holcim. Aber auch vorher waren die Loks an ihren leicht unterschiedlich angebrachten gelb/schwarzen Warnstreifen gut zu unterscheiden. 
Nach der Stilllegung der Bahn 2008 konnten die 3 noch gut erhaltenen und modernen Lokomotiven an Tafag in Arth-Goldau verkauft werden. Nach einer Revision kam die DFL60 von 1981 zum Torfwerk Ozoli in Lettland (Link zu Youtube Film der DFL60 beim Torfwerk Ozoli am Schluss des Berichtes) und die beiden DFL150 von 1991 schafften sogar den Sprung zu einer "richtigen" Eisenbahn, der 76cm spurigen Zillertalbahn in Österreich wo sie nach Anpassungen vor Ort für Rangieraufgaben eingesetzt werden.
N.B. 75cm spurige Fahrzeuge können meist ohne grössere Modifikationen auch auf Bahnen mit der in Österreich verbreiteten, als bosnische Schmalspur bekannten 76cm Spur verwendet werden. Für die beiden ebenfalls mitgegebenen, aussergewöhnlichen Feldbahn-Steuerwagen gab es aber keine Verwendung mehr. Beide wurden leider nach einiger Zeit nutzlosem herumstehen bei der Zillertalbahn verschrottet.
Die 10 stets noch modernen Mühlhäuser Kippwagen, nach 1996 mit dem Holcim Logo versehen, wurden vom Hersteller selbst wieder zurückgekauft. Was für ein nachträglicher Qualitätsbeweis für diese Wagen und dessen Fabrikant Mühlhäuser.

Es ist wiederum eine grosse Freude das über mehrere Jahre von Heinz Bircher erstellte Bildmaterial über die industriellen Aktivitäten der Firma Hürlimann/Holcim hier zeigen zu können. Mit Rücksicht auf die Dateigrössen, alle Bilder stehen wie immer ja auch in Originalgrösse zur Verfügung, ist der Bildteil in 2 Teile aufgesplittet.
Hier im anschliessenden, ersten Bildteil bis zur grossen Modernisierung 1991 werden die grünen Triebfahrzeuge aus der Anfangszeit der Motorisierung um 1920 und den Nachbeschaffungen bis 1981 gezeigt. Bereits in dieser Epoche wurden auch die Kippwagen aus Holz durch Stahl-Kippwagen ersetzt, wobei sich die robusten Holzwagen, zusammen mit der ältesten, auf Akkubetrieb umgebauten Deutzlok noch bis in die späten 80er Jahren im internen Werksverkehr halten konnten.
Dieses Unikum von Lokomotive mit Baujahr 1915 wurde anno 1945 von Stadler auf Akkubetrieb umgebaut, als diese Firma noch eine kleine mechanische Werkstätte im Thurgau war die sich mit kleinen Umbauten und Sonderanfertigungen aller Art das Geld verdiente. 
1982 erfolgte wieder eine Neuanschaffung, die Diema Lokomotive DFL60 4525 Bj.1981. Die erstmal in Orange gehaltene Lokomotive ergab mit den schon früher beschafften roten Kippwagen aus Stahl ein sehr attraktives Bild. Wie bei Hürlimann üblich wurden die Betriebsmittel stets gut unterhalten und den Bedürfnissen laufend angepasst. So sind die Veränderungen auch gut anhand der über mehrere Jahre erstellten Bilder ersichtlich. Bei der Diema DFL60 betrafen dies Anpassungen bei der Wartungstüre der Motorhaube und den Anbau von Türen für die ursprünglich offenen Führerstände. Eine dazu nötige Trennwand zum Motorraum (Abgase, Lärm) war bei der schon modernen Lok bereits bei der Lieferung vorhanden.
Im Zusammenhang mit der 1991 erfolgten Modernisierung der Grube Unterschönenbuch und dem nahezu Neubau der Feldbahn, wurden die Lorenseilbahnen zu den beiden kleineren Steinbrüchen eingestellt. Am Schluss von diesem Bericht gibt es von der Lorenseilbahn zum Steinbruch Urmi noch einen kleinen Bildteil.

Das Bildmaterial nach der Modernisierung 1991 mit den Feldbahn-Pendezügen und im Anschluss daran von den normalspurigen Rangierlokomotiven im Werksgelände ist im zweiten, separaten Bildteil abgelegt. (Bildlink auch am Schluss dieses Berichtes)

 


 

Betriebsdaten der Feldbahn (Streckenlänge ca.1,3km , Spurweite 750mm)

1883: Gründung der Zementfabrik Hürlimann
1885: Eröffnung der Feldbahn zum Steinbruch Unterschönenbuch als Pferdebahn
1888: Betrieb mit Dampflokomotiven
1920: Ankauf der ersten Diesellok ex. Heeresfeldbahn, weitere Dieselloks 1954,1963,1981
1991: Kompletter Umbau/Neubau der Bahn mit halbautomatischer Be-/Entladung
1994: Abgabe der drei grünen Loks an FWF Otelfigen, einzige Reservelok Diema DFL60 von1981
1996: Firma an den Holcim Konzern verkauft
2006: Verkauf der Reservelok Diema DFL60 an Tafag für Weiterverkauf an Torfwerk in Lettland
2008: Schliessung der Zementfabrik und der Feldbahn, Verkauf des Rollmaterials
2012: Abbruch der Feldbahnanlage und Grossteil der Fabrik weitgehend abgeschlossen

 


 

Lageplan Zementfabrik K.Hürlimann Söhne (KHS) 

 

Originalbild anzeigen Grafik BEB

 

 

Originalbild anzeigen Foto: Swissair Photo AG *) / CC BY-SA 4.0 / 17.5.1975


Luftbild von Brunnen mit der Zementfabrik K.Hürlimann (ab 1996 Holcim)

*)
ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv/Stiftung Luftbild Schweiz / Fotograf: Swissair Photo AG /
Ausschnitt mit Ergänzungen von LBS_P1-752666 / CC BY-SA 4.0 
(Externer Link: ETH Bildarchiv Foto LBS_P1-752666) / (Externer Link: CC BY-SA 4.0)

 

 

Originalbild anzeigen Foto: Hans Krebs *) / CC BY-SA 4.0 / 1982


Luftbild von Brunnen mit der Zementfabrik K.Hürlimann (ab 1996 Holcim) 

*)
ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv / Fotograf: Krebs, Hans /
Ausschnitt mit Ergänzungen von Com_FC16-6440-070 / CC BY-SA 4.0
(Externer Link: ETH Bildarchiv Foto Com_FC16-6440-070) / (Externer Link: CC BY-SA 4.0)

 

 


 

 

Originalbild anzeigen Foto: Heinz Bircher / 24.9.1983


Zementfabrik Hürlimann, Brunnen bei der Entladeanlage
Deutz Lokomotive Typ C XIV F, Fabr.-Nr.: 1583 Bj.1915 mit Holzkippern im internen Werksverkehr.
1915 an Heeresfeldbahn für 600mm Spurweite
1920 an K.Hürlimann, Brunnen Umbau auf 750mm Spurweite
1945 Umbau zur Akkulokomotive durch Stadler (Auftrag Nr.17)
1994 an FWF, Otelfingen

 

 

Originalbild anzeigen Foto: Heinz Bircher / 24.9.1983


Deutz/Stadler Lokomotive ex. Typ C XIV F, Fabr.-Nr.: 1583 Bj.1915/1945
Der grosse Vorbau für den früheren Dieselmotor eignete sich bestens zur Aufnahme der Akkumulatoren. Äusserlich, bis auf den an ein Dampflokkamin erinnernden entfernten Auspuff, verblieb die Lok nahe ihrem Ursprungszustand. Der Stadler Umbau bewährte sich ausgezeichnet, sodass die Elektrolok ihre später beschafften Dieselloks noch um Jahre im aktiven Dienst als interne Verschublokomotive überlebte. 1994 an FWF, Otelfingen. 

 

 

Originalbild anzeigen Foto: Heinz Bircher / 24.9.1983


Deutz/Stadler Lokomotive ex. Typ C XIV F, Fabr.-Nr.: 1583 Bj.1915/1945.
Die schmale Lok wurde 1915 an die deutsche Heeresfeldbahn in 600mm Spur geliefert. Die spätere Umspurung auf 750mm ist bei den Rädern mit dem grossen Abstand zum Chassis gut zu sehen. Nach dem WK1 gelangte sehr viel militärisches Feldbahnmaterial weltweit zerstreut in die zivile Nutzung.

 

 

Originalbild anzeigen Foto: Heinz Bircher / 24.9.1983


Zementfabrik Brunnen, beim Lokdepot.
Nach der Beschaffung der ersten modernen Diema DFL60 1981 wurden die beiden früheren Strecken-Dieselloks umgehend abgestellt. Für den internen Werksverkehr eignete sich die ältere elektrische ex. Deutz Lok besser. So hatte die Deutz/Stadler-Lok von 1915/45 auch keine Mühe ihre beiden jüngeren Kollegen für den Fotografen aus dem Depot zu ziehen.
Vorne: Lok von Orenstein&Koppel O&K Typ MV2a, Fabr.-Nr. 25323 Bj.1954. 
Hinten: Lok von Orenstein&Koppel O&K Typ MV4a, Fabr.-Nr. 26245 Bj.1963.
Alle 3 grünen Lokomotiven gelangten 1994 zum FWF, Otelfingen.

 

 



 
Originalbild anzeigen Foto: Heinz Bircher / 24.9.1983


Zementfabrik Hürlimann, Brunnen beim Lokdepot.
Vorne: Lok von Orenstein&Koppel O&K Typ MV2a, Fabr.-Nr. 25323 Bj.1954. 
Mitte: Lok von Orenstein&Koppel O&K Typ MV4a, Fabr.-Nr. 26245 Bj.1963.
Hinten: Deutz/Stadler Lokomotive ex. Typ C XIV F, Fabr.Nr.: 1583 Bj.1915/1945.
Alle 3 grünen Lokomotiven gelangten 1994 zum FWF, Otelfingen und wurden im Freien abgestellt. Sie sind nicht mehr betriebsfähig und mittlerweile nicht mehr im besten Zustand. 
Einzig für die 2015 zum VFZL Ziegelei Landquart (ebenfalls 750mm Spur) weitergegebene Lok MV2a bahnt sich eine mögliche Revision und museale Wiederinbetriebnahme an.

 

 

Originalbild anzeigen Foto: Heinz Bircher / 24.9.1983


Zementfabrik Hürlimann, Brunnen beim Lokdepot.
Hinten links: Lok von Orenstein&Koppel O&K Typ MV2a, Fabr.-Nr. 25323 Bj.1954. 
Vorne rechts: Lok von Orenstein&Koppel O&K Typ MV4a, Fabr.-Nr. 26245 Bj.1963.
Alle 3 grünen Lokomotiven gelangten 1994 zum FWF, Otelfingen. 

 

 

Originalbild anzeigen Foto: Heinz Bircher / 24.9.1983


Holzkippwagen hatten zwar stets ein urchiges Aussehen, waren aber erstaunlich robust und einfach zu reparieren. So setzte die ebenfalls 750mm spurige IRR (Internationale Rheinregulierung) bekanntlich bis zur Stilllegung 2006 für den Steintransport ausschliesslich sehr ähnliche Holzkippwagen in grosser Zahl ein. Beulen gab es da nie, gelegentlich war mal ein Holzbrett auszutauschen. Die Wagen dieser Bauart konnten wie bei der IRR nur einseitig kippen.

 

 

Originalbild anzeigen Foto: Heinz Bircher / 24.9.1983


Holzkippwagen mit doppeltem Längsträger und einfacher Hackenkupplung. 

 

 

Originalbild anzeigen Foto: Heinz Bircher / 24.9.1983


Ausgemusterte traditionelle Kipploren für 75cm Spurweite beim Lokdepot. 

 

 

Originalbild anzeigen Foto: Heinz Bircher / 24.9.1983


Feldbahnen sind industrielle Transportmittel, aber sie eignen sich natürlich sehr wohl auch für eingeschränkten Personentransport zur Freude von Besuchern. Es überrascht daher nicht, dass besonders ein Familienunternehmen wie Hürlimann die Besucher vom Werk zum Steinbruch mit eigens hergestellten Personenwagen auf der Feldbahn transportierte. 

 

 

Originalbild anzeigen Foto: Heinz Bircher / 2.12.1987


Allerlei Reserve und Ersatzmaterial neben dem Lokdepot. Der nach Selbstbau aussehende Tankwagen besitzt einen erstaunlich grossen Kessel. Oft wurden mit solchen Konstruktionen aber nur problemlose Flüssigkeiten oder Wasser transportiert.

 

 

Originalbild anzeigen Foto: Heinz Bircher / 24.9.1983


Zementfabrik K.Hürlimann, Brunnen.
Fast schon museal aber stets noch im aktiven Einsatz. Interner Werksverkehr mit der Deutz/Stadler Akku-Lokomotive und klassischen Holzkippern. 

 

 

Originalbild anzeigen Foto: Heinz Bircher / 24.9.1983

 

 

Originalbild anzeigen Foto: Heinz Bircher / 24.9.1983


Die Entladeanlage für klassische, manuell zu betätigende Kippwagen. Im Hintergrund das Streckengleis durch die SBB-Unterführung zur Grube Unterschönenbuch.

 

 

Originalbild anzeigen Foto: Heinz Bircher / 24.9.1983

 

 

Originalbild anzeigen Foto: Heinz Bircher / 24.9.1983


Zementfabrik Hürlimann, Brunnen.
Die Wagen wurden je nach Material über verschiedene unterirdische Siloöffnungen gekippt. Der Kippvorgang war rein manuell zu bewerkstelligen und Dank zentraler, hoch gelegener Kippachse auch bei schwerer Beladung relativ leicht auszulösen.

 

 

Originalbild anzeigen Foto: Heinz Bircher / 24.9.1983


Zementfabrik Hürlimann, Brunnen.
Im weitläufigen Werksareal gab es neben normalspurigen Gleisen auch ein umfangreiches Gleisnetz für die Feldbahn. 

 

 

Originalbild anzeigen Foto: Heinz Bircher / 24.9.1983

 

 

Originalbild anzeigen Foto: Heinz Bircher / 24.9.1983


Zementfabrik Hürlimann, Brunnen.
Nach dem Fototermin mit den beiden Dieselloks von 1954 und 1963 werden diese wieder mit der Uralt- ex. Diesel/Akkulok ins Depot verstaut. 1994 gelangten alle 3 Loks zum FWF Otelfingen. Alle Fahrzeuge sind heute nicht mehr betriebsbereit noch vorhanden aber nach der Jahrzehnte langen ungeschützten Abstellung im Freien nicht mehr im besten Zustand.

 

 



 
Originalbild anzeigen Foto: Heinz Bircher / 24.9.1983

 

 



 
Originalbild anzeigen Foto: Heinz Bircher / 24.9.1983


Das kleine, etwas entfernt gelegene Lokdepot bot Platz für die 3 grünen Dieselloks wovon nur die erste und älteste Lok noch aktiv gebraucht wurde. Die neuere Diesellok von 1981 wurde meist in einer nahen Fabrikationshalle eingestellt. Für die später beschafften neuen Pendelzüge wurde beim Steinbruch Unterschönenbuch eine eigene Abstellanlage mit Schutzdach gebaut.

 

 


 

Die Feldbahn zur Grube Unterschönenbuch in den Jahren 1981-1991

 

Originalbild anzeigen Foto: Heinz Bircher / 24.9.1983


Der reguläre Zug der Zementfabrik Hürlimann aus den Jahren 1981-1991auf der Fahrt von der Grube Unterschönenbuch zur Zementfabrik in Brunnen/Ingenbohl. Der Zug hat gerade die auf freiem Feld liegende kleine Bachbrücke überquert.

 

 

Originalbild anzeigen Foto: Heinz Bircher / 24.9.1983


Zementfabrik Hürlimann, Brunnen
Diesellokomotive DFL 60/1.6 DIEMA, Fabr.-Nr: 4525 Bj.1981 noch weitgehend im Lieferzustand mit offenem Führerstand. 1991-2006 Reservelokomotive. 2006 an Maschinenbaufirma/Händler Tafag, Arth-Goldau verkauft. Da Revision/Umbau und Weiterverkauf an Torfwerk Ozoli in Lettland. (Link zu Youtube Film der DFL60 beim Torfwerk Ozoli am Schluss des Berichtes)

 

 



 
Originalbild anzeigen Foto: Heinz Bircher / 24.9.1983


Brunnen/Ingenbohl Industriestrasse.
Im Hintergrund die alle Fahrzeuge begrenzende Unterführung der SBB Gotthardlinie. Die Industriestrasse mit eigenem, ebenfalls niedrigem Durchlass unter den SBB Gleisen hindurch war nur ein unbedeutender Zugang (heute Fussweg) zum Areal der Zementfabrik. Der ehemalige Durchlass der Feldbahn wird heute für Leitungsrohre/Fernwärme benutzt.

 

 

Originalbild anzeigen Foto: Heinz Bircher / 10.10.1990


Brunnen/Ingenbohl Industriestrasse. Zug vor SBB Unterführung Richtung Zementfabrik.
Die Lokomotive Diema DFL 60/1.6 Fabr.-Nr: 4525 Bj.1981 nach 10-jährigem Einsatz kurz vor der Abstellung als Reservelok. Gut sichtbar die nachgerüsteten Führerstandstüren und die Modifikationen an der Front, offensichtlich um die Luftansaugung für die Motorkühlung zu verbessern.

 

 

Originalbild anzeigen Foto: Heinz Bircher / 24.9.1983


Die anfangs der 60er Jahre beschafften Kippwagen aus Stahl lösten die Holzkipper ab. Ihr Fassungsvermögen war grösser aber vom Prinzip her stets noch mit den Wagen aus Holz verwandt. Der Kippvorgang wurde auch noch manuell ausgelöst.

 

 

Originalbild anzeigen Foto: Heinz Bircher / 24.9.1983


Brunnen/Ingenbohl, Seewenstrasse.
Zug mit Kippwagen aus den 60er Jahren 

 

 

Originalbild anzeigen Foto: Heinz Bircher / 10.10.1990


Brunnen/Ingenbohl, Strecke über freies Feld.
Der von der Grube kommende Zug kurz vor der kleinen Bachbrücke. Die etwas schmälere Lokomotive versteckt sich vor den breiteren Muldenkippern. Die profilbestimmende Unterführung vor der Zementfabrik beschränkte vor allem die Bauhöhe, weniger die Breite der Fahrzeuge.

 

 



 
Originalbild anzeigen Foto: Heinz Bircher / 24.9.1983


Unterschönenbuch, Verladeanlage. 

 

 

Originalbild anzeigen Foto: Heinz Bircher / 24.9.1983


Ein beladener Zug fährt entlang der Schönenbuchstrasse Richtung Zementfabrik. Im Hintergrund die Autobahnbrücke und der Steinbruch. Da zu der Zeit noch keine Steuerwagen zur Verfügung standen, musste die Lok den Zug an den Endstellen jeweils umfahren. Richtung Zementfabrik fuhr die Lok jeweils vorwärts, Richtung Steinbruch rückwärts. Bei Feldbahnloks war das Getriebe durch Einfügen eines Zahnrades zur Drehrichtungsumkehr für beide Fahrtrichtungen meist gleich. Wie noch knapp zu erkennen gab es schon damals aber zwei Wagengruppen, sodass während der Fahrt des Zuges die andere Gruppe bereits beladen werden konnte. 

 

 

Originalbild anzeigen Foto: Heinz Bircher / 24.9.1983


Unterschönenbuch, Werkszufahrt zur Verladeanlage und Steinbruch.
Der Morgennebel ist verschwunden. Die Sonne zeigt nun den Zug mit der Diema DFL 60/1.6 Fabr.-Nr: 4525 Bj.1981 im schönsten Licht. Bemerkenswert das hinter dem Zug noch sichtbare Eisenbahn-Lichtsignal. Der beladene Zug beginnt seine Fahrt zur Zementfabrik.

 

 

Originalbild anzeigen Foto: Heinz Bircher / 24.9.1983


An gleicher Stelle wie das vorige Bild trifft der leere Zug mit der rückwärts fahrenden Diema DFL 60/1.6 Fabr.-Nr: 4525 Bj.1981 wieder beim Steinbruch Unterschönenbuch ein. Im Hintergrund die Autobahnbrücke und der Turmspitz der Kirche von Ingenbohl.

 

 

Originalbild anzeigen Foto: Heinz Bircher / 24.9.1983


Der Bahnübergang Schwyzerstrasse querte eine schon damals gut ausgebaute Kantonsstrasse mit separatem Trottoir und Velostreifen. Eine reine Blinklichtanlage reichte damals zur Sicherung noch aus. Der leere Zug mit der Diema DFL 60/1.6 Fabr.-Nr: 4525 Bj.1981 verlässt gerade die Seewenstrasse und wird nach dem Bahnübergang das Eigentrasse zur Grube Unterschönenbuch erreichen. 

 

 

Originalbild anzeigen Foto: Heinz Bircher / 24.9.1983


Unterschönenbuch/Ingenbohl, Schönenbuchstr. im Hintergrund die Rotenfluh.
Feldbahnzug mit Diema DFL 60/1.6 Fabr.-Nr: 4525 Bj.1981 auf der Fahrt zur Zementfabrik.

 

 

Originalbild anzeigen Foto: Heinz Bircher / 24.9.1983


Brunnen/Ingenbohl
Leerer Muldenkipperzug mit der Diema DFL 60/1.6 Fabr.-Nr: 4525 Bj.1981 auf der kleinen Bachbrücke auf der Fahrt zur Grube Unterschönenbuch

 

 

Originalbild anzeigen Foto: Heinz Bircher / 24.9.1983


Brunnen, Seewenstrasse
Leerzug zur Grube kurz vor dem Bahnübergang Schwyzerstrasse.

 

 

Originalbild anzeigen Foto: Heinz Bircher / 2.12.1987


Brunnen/Ingenbohl 
Der beladene Zug mit Diema DFL 60/1.6 Fabr.-Nr: 4525 Bj.1981 auf dem Eigentrasse vor dem Bahnübergang Schwyzerstrasse.

 

 

Originalbild anzeigen Foto: Heinz Bircher / 2.12.1987


Brunnen/Ingenbohl

Bahnübergang Schwyzerstrasse mit Einmündung in die Seewenstrasse. Beladener Zug vom Steinbruch Unterschönenbuch zur Zementfabrik. Diema DFL 60/1.6 Fabr.-Nr: 4525 Bj.1981.

 

 

Originalbild anzeigen Foto: Heinz Bircher / 2.12.1987


Brunnen/Ingenbohl 
Leerzug Richtung Unterschönenbuch. Demnächst wird er die links der Scheune sichtbare Nebenstrasse kreuzen und ihr danach bis zum Steinbruch folgen.

 

 

Originalbild anzeigen Foto: Heinz Bircher / 21.6.1989


Brunnen/Ingenbohl
Der Leerzug entlang der Schönenbuchstrasse kurz vor der Autobahnunterführung und seinem Ziel, die Beladeanlage des Steinbruchs Unterschönenbuch. Die Diema DFL 60/1.6 war zu dieser Zeit als alleinige Streckenlok im Dauerbetrieb und hatte wohl etwas mit der Motorentemperatur zu kämpfen. So wurden an diesem sonnigen Sommertag nicht nur die Führerstandstüren, sondern auch die Seitentüren der Motorhaube abgenommen. Wie auf anderen Bilder ersichtlich wurde ja aus demselben Grund die Fronttüre mit dem Lufteinlass modifiziert. Aber auch dem Lokführer scheint bei den Temperaturen eine Fahrt auf dem Trittbrett angenehmer gewesen zu sein. Gute alte Zeiten.

 

 

Originalbild anzeigen Foto: Heinz Bircher / 10.10.1990


Brunnen/Ingenbohl 
Ein gutes Jahr später an der fast selben Stelle aber diesmal unter einer Hochnebeldecke.
Leerzug zur Grube mit Diema DFL 60/1.6 Fabr.-Nr: 4525 Bj.1981

 

 

Originalbild anzeigen Foto: Heinz Bircher / 10.10.1990


Brunnen/Ingenbohl
Leerzug zur Grube auf der kleinen Bachbrücke mit Diema DFL 60/1.6

 

 

Originalbild anzeigen Foto: Heinz Bircher / 10.10.1990


Brunnen, Industriestrasse mit den beiden niedrigen Durchgängen für Bahn und der Nebenstrasse. Nach der Stilllegung wurde der Bahntunnel für die Installation verschiedener Leitungsrohre/ Fernwärme benutzt.
Die Lokomotive Diema DFL 60/1.6 Fabr.-Nr: 4525 Bj.1981 nutzt das zur Verfügung stehende Höhenprofil fast komplett aus. Der Leerzug hat seine Fahrt zur Grube Unterschönenbuch gerade begonnen, im Hintergrund die Zementfabrik.

 

 


 

Die Lorenseilbahn zum Steinbruch Urmi (Stilllegung 1991)

 

Originalbild anzeigen Foto: Heinz Bircher / 21.6.1989


Seilbahnstation beim Steinbruch Urmi
Die Lorenseilbahn von der Zementfabrik zum kleinen Steinbruch Urmi war entlang dem Fluss Muota nahezu horizontal angelegt.
Technisch als einfache Gondelbahn ausgelegt mit umlaufendem Tragseil an das sich die Loren bei Bedarf klemmen konnten. Dies im Gegensatz zu den auf dieser Webseite auch beschriebenen Lorenseilbahnen in Lufingen, Bex oder Alpnach (Steinbruch Guber) mit festem Tragseil und separatem Zugseil. Die beiden zur Zementfabrik führenden Seilbahnen wurden um 1991 im Zusammenhang mit der Modernisierung des Werkes und der Feldbahn stillgelegt.

 

 



 
Originalbild anzeigen Foto: Heinz Bircher / 2.12.1987


Die Seilbahnloren mussten von oben befüllt werden. Dazu diente der Förderturm der von den (ausgekuppelten) Seilbahnloren als Hängebahn umfahren wurde.

 

 



 
Originalbild anzeigen Foto: Heinz Bircher / 2.12.1987


Von der Grube wurde das in die Seilbahnloren zu verladende Material mit einem Schrägaufzug in den Förderturm transportiert. Die Befüllung der Loren erfolgte hinter dem mit Wellblechen geschützten Bereich.

 

 

Originalbild anzeigen Foto: Heinz Bircher / 2.12.1987


Die vom umlaufenden Tragseil ausgekuppelten Seilbahnloren mutierten in den Seilbahnstationen zu radgeführten Hängebahnen, welche nach der Befüllung am Förderturm rein manuell wieder zurück zur Seilbahnstation geschoben wurden.

 

 

Originalbild anzeigen Foto: Heinz Bircher / 21.6.1989


Die Seilbahnloren wurden auf der Hängebahn manuell befördert. Der Mitarbeiter trug dazu eine zeittypische Arbeitskleidung wobei sich da auch niemand an einen Glimmstengel störte.

 

 

Originalbild anzeigen Foto: Heinz Bircher / 21.6.1989


Schlechtes Gewissen wegen dem Glimmstengel - zu der Zeit sicher nicht, bloss überrascht im Interesse eines Fotografen zu stehen.

 

 

Originalbild anzeigen Foto: Heinz Bircher / 21.6.1989

 

 



 
Originalbild anzeigen Foto: Heinz Bircher / 2.12.1987


Brunnen, Steinbruch Urmi 
Am umlaufenden Tragseil angeklemmte Seilbahnlore beim Verlassen der "Bergstation". Die beiden Drähte in der Mitte waren Signal- Telefonleitungen. Das Betriebsende musste ja koordiniert werden damit möglichst keine Loren abends/Wochenende am Seil auf der Strecke blieben.

 

 

Originalbild anzeigen Foto: Heinz Bircher / 2.12.1987


Eine leere Seilbahnlore von der Zementfabrik trifft in der Gegenstation am Steinbruch Urmi ein.

 

 



 
Originalbild anzeigen Foto: Heinz Bircher / 2.12.1987


Ein schöner Fachwerk-Seilbahnmast mit grossen Laufrädern mit gebogenen Speichen aus der Frühzeit der Industrialisierung. Das umlaufende Tragseil hatte keine spezielle Sicherung falls es mal aus den Rollen springen sollte. 

 

 

Originalbild anzeigen Foto: Heinz Bircher / 2.12.1987


Detail des Mastkopfes. Das dünne Seil gehört zur Telefonleitung und ist nur zufällig optisch an die Stelle eines "Zugseiles" geraten. Die Seilbahn war eine Gondelbahn mit umlaufendem Tragseil woran sich die Loren klemmen konnten.

 

 



 
Originalbild anzeigen Foto: Heinz Bircher / 2.12.1987


Erstaunlich z.B. im Vergleich zur mit aufwendigen Schutzbauten ausgestatteten Lorenseilbahn in Bex (siehe auch Beitrag hier auf der Webseite) war das völlige Fehlen jeglicher Vorrichtungen/Bauten gegen herabfallende Gesteinsbrocken. Ein Weiterbetrieb in dieser einfachen Art wäre jedenfalls im aufkommenden Zeitalter von Sicherheit und Haftung nicht mehr möglich gewesen.

 

 



 
Originalbild anzeigen Foto: Heinz Bircher / 21.6.1989


Zierlich elegant und mit einer eigenen technischen Schönheit waren die Fachwerk-Seilbahnmasten keine eigentlich störenden Fremdkörper in der Landschaft. Dies ganz im Gegensatz zu heutigen, meist massiven Rohrmasten.

 

 


 

 

Externer Link auf youtube Film Torfwerk Ozoli/Lettland:  DFL 60 ex. Brunnen

 

 


 

Weiter zum Teil 2:   Brunnen - Zementfabrik K.Hürlimann (KHS) / Holcim Teil 2 

 

zur Fotogalerie:  Brunnen Teil 1

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