Standort auf Karte: Ziegelei Schumacher: Verkehrskarte (Bahnen) von openstreetmap.org
Update: 5.3.2026 Nachtrag Bild 2007
Die Wurzeln der noch heute im Familienbesitz befindlichen Ziegelei Schumacher in Körbligen reichen zurück bis 1860. Nachdem die unmittelbar in der Nähe der Ziegelei gelegenen Lehmvorkommen erschöpft waren, wurde ein Abbaugebiet in der ca. 1km entfernten Schweissmatt bei Pfaffwil aufgeschlossen und bereits 1908 mit einer 500mm spurigen Feldbahn verbunden.
Nach einer zwei Jahrzehnte dauernden Periode mit Pferdebetrieb wurde 1929 mit einer frühen Diesellok von DIEMA (Typ LR) auf Lokomotivbetrieb umgestellt. Da die Technik noch nicht ausgereift und besonders das Anlassen des Motors eine sehr zeitaufwändige Angelegenheit werden konnte, beschaffte man bereits 1933 eine neue Lokomotive via dem Importeur Aebi in Zürich vom bekannten Motorenhersteller Deutz (MLH514 F). Die glücklose "LR" Lok von Diema liess man 1943, in einer Zeit grosser Treibstoffknappheit, von der jungen Firma Stadler auf Akkubetrieb umbauen. Daraus wurde die erste von der heute weltweit bekannten Firma Stadler (um-)gebaute Lokomotive Nr.1. Dass beiden Unternehmen, Schumacher wie Stadler, auf ihren Gebieten noch eine glänzende Zukunft bevorstehen sollte, war damals aber noch keinesfalls in Stein gemeisselt. So war tatsächlich aber auch der umgebauten Lok kein grosser Erfolg beschieden, steckte die Technik der Akkumulatoren doch noch in den Kinderschuhen. So wurde die Lok bereits 1946, als Treibstoffe wieder verfügbar wurden, ausrangiert und leider verschrottet. 1953 konnte von Schöma aus Diepholz bei Bremen, eine 1930 durch Abspaltung von Diema entstandene Firma, die Diesellok CDL15 (15PS) fabrikneu erworben werden, welche heute noch im firmeneigenen Museum betriebstüchtig, auf 600mm Spurweite umgespurt, erhalten ist. 1963 folgte eine bereits mit Anlasser und Licht ausgestatte CDL20 mit 20PS Leistung von Schöma. Als nächste Gelegenheit gesellte sich 1979 eine gebraucht gekaufte Lokomotive von Diema, die Lok DS20 ex. Flemmingsche Ziegelwerke, dazu. 1981 erwarb man wieder von Schöma eine fabrikneue schon sehr moderne Lok CHL20G mit 30PS Leistung und stufenlosem hydrostatischen Getriebe. Dies war die letzte Neuerwerbung für den regulären Betrieb auf 500mm Spurweite. Für Rangierdienste und auch zur gelegentlichen Führung von Besucherzügen kamen in dieser Zeit als Occasion noch eine Lok von Brun B12 und ein "Lorenknecht" von Krönke (Kleindraisine) dazu.
Trotz steter Modernisierungen auf Seite der Triebfahrzeuge wurde die schmale Feldbahnspur von nur 500mm und der Einsatz von traditionellen Kipploren mit kleinen Transportvolumen zunehmend zu einem Problem. Die Rufe nach Modernisierungen mit "viel effizienteren" Lastwagen wurden lauter. So war Anfangs der 80er Jahre das Schicksal der Feldbahn keineswegs klar, gab es tatsächlich sogar schon etwas voreilige Zeitungsberichte über das nahe Ende einer der wenigen damals noch betriebenen Feldbahnen dieser Art. Es war dann aber dem damaligen Besitzer aus der Familie Schumacher zu verdanken, dass die Vor- und Nachteile beider Transportsysteme für den konkreten Fall ganz vorurteilslos miteinander verglichen wurden (Landverbrauch, benötigte Flexibilität, Treibstoffverbrauch, Lebensdauer der Betriebsmittel, Investitionen und Zeit für Abschreibungen). Als Resultat reifte 1982 der Entschluss gegen den allgemeinen Trend die Feldbahn auf die leistungsfähigere Spurweite von 600mm umzubauen und die Züge mit grossräumigen Kastenkippwagen zu betreiben (Containerbahn).

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Ziegelei Schumacher |
Entscheidungsgrundlagen zur Modernisierung der Feldbahn (Containerbahn)
So kam es 1989 zum Um-/Neubau der Feldbahn von der historisch bedingten aber seltenen "schmalen Feldbahnspur" von 500mm auf die breitere, wesentlich leistungsfähigere und einst gebräuchlichere 600mm Spurweite. Der gesamte Umbau fand im laufenden Ziegeleibetrieb, vom 28.3 bis 26.6.1989 statt. In dieser gleislosen Zeit erledigten Lastwagen provisorisch den Lehmtransport und lieferten nebenbei auch die Bestätigung über die Richtigkeit weiterhin einen modernisierten Feldbahnbetrieb beizubehalten. Das schwere Gleis mit Schotterbett und Drainagen sowie die Brücke nach dem Chörbligerwald wurden vollständig neu gebaut, durch den engen Zeitplan verkehrten die ersten Züge sogar bereits auf den noch nicht vollständig ausgerichteten Gleisen. Zusammen mit dieser Grunderneuerung erfolgte wie beabsichtigt auch die Umstellung vom klassischen Betrieb mit Kipploren auf einen modernen Betrieb mit aus dem Tunnelbau bekannten, automatisch entladbaren Kastenkippwagen. Im Bewusstsein der Langlebigkeit von Feldbahnmaterial und um Investitionen zu staffeln, konnte man bereits 1985 für den 1989 vorgesehenen Start auf 600mm Spurweite eine noch moderne Zuggarnitur auf dem Gebrauchtmarkt geschickt günstig erwerben. So kam die erste 600mm spurige Lokomotive, eine leistungsstarke DFL60/11 von Diema mit einem 47PS starken, luftgekühlten 4-Zylinder Motor von Deutz, sowie die Kastenkippwagen des Herstellers S.P.Y. erstmal gebraucht von einer aufgegebenen Ziegelei in Zonnebeke (Belgien).
Als Besonderheit standen bei der damalige Ziegelei Wiest aus Bellenberg/Ulm Fahrzeuge aus derselben Quelle (Lok und Wagen) bereits im Einsatz. So gab es da einen Tagesausflug entfernt einen Lokaltermin um sich von der Qualität und Eignung des Rollmaterials vorgängig zu überzeugen.
Ein gutes Jahr später im Jahre 1990 wurde diese Lok dann aber durch die fabrikneue Lok "Titanus" eine 63PS starke CHL 30G von Schöma abgelöst und versetzte die Lok aus Belgien von nun an in den Reservedienst für die Zeit von Wartungsarbeiten am "Titanus". Damit stand für fast 3 Jahrzehnte ein Zug mit 6 geräumigen Kastenkippwagen aus Belgien und einer modernen Lok von Schöma im Einsatz.
Ein weiterer Modernisierungsschub war erst wieder 2017 angezeigt, als die belgischen Selbstentlader-Wagen durch noch geräumigere fabrikneue Kastenkippwagen der Firma Mühlhäuser abgelöst wurden. Da dies nun Fremdentlader-Wagen sind, gab es an der Entladestelle in der Ziegelei noch entsprechende Umbauten für die dazu benötigten externen Entleerungs-Vorrichtungen. Damit verbunden war auch ein auf Tunnelbaustellen seit längerem üblicher Anstrich der Fahrzeuge in modernem Weiss. Darauf kommt das schöne Logo der Ziegelei Schumacher mit roter Flamme besonders gut zur Geltung.
Nach 34 Jahren aktivem Einsatz kam 2024 die Zeit für die Lok "Titanus" von nun an als Reservelok ins zweite Glied zu treten. Wiederum fabrikneu von Schöma beschafft, traf am 5.6.2024 die 100kW (136PS) starke Lok vom Typ CHL-60G in ihrer zukünftigen Heimat in Körbligen ein. Die Diesellok entstammt aus einer bezüglich Umweltvorgaben besonders sensitiven Baureihe von "hydrostatischen Tunnellokomotiven" und besitzt eine elektronische Steuerung mit automatischer Geschwindigkeitsregelung und Totmanneinrichtung. Dazu lässt sich die Lok im Rangierbetrieb auch über Funk fernsteuern. Da nicht nur einfach ein ordinäres Arbeitsmittel wurde die Lok voller Stolz und Freude auf den für die Besitzerfamilie bedeutsamen Namen "Heiri" getauft.
Auch als Aussenstehender spürt man aber förmlich, dass bei der Ziegelei Schumacher Innovation und Tradition keine Gegensätze oder leeren Worthülsen sind. Wohl gerade deshalb konnte die Firma Krisen der Branche der so viele auch weit grössere Ziegeleien zum Opfer fielen gut überleben. Während auf die top moderne Produktion von Backsteinen, welche dem interessierten Besucher auch gerne gezeigt wird, hier nicht weiter eingegangen werden soll, ist die Tatsache des Transportes des Lehms mit der Feldbahn bis zum heutigen Tage aber bemerkenswert. So ist die Feldbahn der Ziegelei Schumacher, eine von einst hunderten ähnlicher Bahnen, heute die Letzte und einzige kommerziell betriebene Ziegeleifeldbahn der Schweiz.
Während anderswo spätestens ab den 60er Jahren dem Zeitgeist geschuldet der Transport meist auf flexiblere, aber kurzlebige Lastwagen umgestellt wurde, hat man bei der Ziegelei Schumacher die Vorteile der Langlebigkeit einer Bahn und dem vergleichsweisen sehr geringen Treibstoffverbrauch eines Zuges realisiert. Dazu kommt, dass in Lastrichtung von der Grube zur Ziegelei die Strecke zur Hälfte in einem leichten Gefälle liegt und somit die Schwerkraft den Antrieb weitgehend gratis erledigt.
Das Familienunternehmen stand so auch einer alten bewährten Technik eben wohlwollend und unvoreingenommen gegenüber. Aber natürlich spürt man sehr wohl auch die Freude an der Tradition, so hat doch die Firma 2013 sogar ein eigenes firmeninternes Feldbahnmuseum eröffnet und 2015 mit einem längeren Zufahrtsgleis mit dem bestehenden Stammgleis verbunden. Sehr zur Freude von Besuchern aus nah und fern werden da seit jeher gelegentlich auch Publikumsfahrten angeboten.
Ganz traditionsverbunden wurden viele ausser Betrieb genommene Lokomotiven seit Generationen nicht verschrottet, sondern einfach mal nur beiseite gestellt. So besitzt das Museum heute eine wahre Zeitgeschichte von maschinenbaulichem Schaffen aus eigenen und später auch noch speziell fürs Museum erworbenen Lokomotiven. Alle Fahrzeuge auch diejenigen aus der Zeitperiode vor 1989 mit der 500mm Spur, fahren mittlerweile auf 600mm Spurweite.
Ganz nach dem Motto, dass sich Tradition und Innovation nicht ausschliessen, wurde die Feldbahn stets modernisiert und den aktuellen Bedürfnissen angepasst, sei es im Bereich der automatisierten Entladung oder bei der Bahntechnik selbst.
Dieser Bericht soll die Entwicklung der 1908 eingeführten Feldbahn anhand von seit 1931 angefertigten Luftaufnahmen vom Bundesamt für Landestopografie (heute swisstopo) in die ca. 1km entfernten Abbaugebiete um Pfaffwil zeigen. Bei allen Luftbildern ist zusätzlich auch ein Link zum Originaldokument bei swisstopo angefügt.
Die vereinzelt unter den Luftaufnahmen angefügten Bilder dienen hier nur zum besseren Verständnis und Zuordnung der Luftaufnahmen. Diese Bilder werden (später noch) detailliert und in voller Grösse in den Berichten Teil 2.. und Teil 3.. beschrieben.

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©swisstopo / BEB / 2026 |
Übersichtsplan der aktuellen und ehemaligen Feldbahnstrecken der Ziegelei Schumacher aus der Zeitperiode (1908) 1929-2026. Die Informationen wurden aus den (massstäblich entzerrten) Luftbildern vom Bundesamt für Landestopografie swisstopo extrahiert.

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©swisstopo *) / 15.6.1931 |
Nachdem die unmittelbar bei der Ziegelei gelegenen Abbaugebiete erschöpft waren, konnte 1908 eine Grube nördlich von Pfaffwil (links von Bildmitte unten) aufgeschlossen werden. Für den Transport des Lehms kam eine 50cm spurige Feldbahn zum Einsatz. Von der Ziegelei in Körbligen (rechts) wird der Chörbligerwald geradlinig Richtung Pfaffwil durchquert. Bis zum Bahnübergang bei der Ober Schweissmatt wird diese Trasse (1989 umgespurt auf 60cm) auch heute noch benutzt. Das Feldbahngleis ist auf den Bildern als feine weisse Linie zu erkennen.
*) Externer Link: Bundesamt für Landestopografie swisstopo: Luftbild 000-314-688

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©swisstopo *) / 15.6.1931 |
Schon früh kam beim Abbau neben dem direkten Verlad in die Kipplorenzüge auch eine kurze Standseilbahnanlage (Bremsberg) zum Einsatz. Weisse Linie entlang der Grundstückgrenze. Ein Bremsberg ist eine nur mit Schwerkraft betriebene Standseilbahn. Die beladenen talwärts fahrenden Kipploren zogen dabei die über ein Seil verbundenen leeren Kipploren bergwärts *). Zum Lastausgleich war eine rein mechanische Bremsvorrichtung vorhanden. An der Talstation wurden die Kipploren zu Zügen formiert und mit Lokomotiven zur Ziegelei gefahren. Ein kleiner, unten gelegener Grubenteil war jedoch mit der Feldbahn direkt erschlossen. (siehe folgende Bilder)
*) Beim Bremsberg in der Schweissmatt fuhren die 50cm spurigen Kipploren nicht direkt auf den Gleisen der Standseilbahn. Je 2 Kipploren konnten auf die keilförmigen Wagen der Standseilbahn geschoben werden. Die Standseilbahnwagen selbst fuhren auf breiteren Gleisen, vermutlich mit 1000 ev. 1200mm Spurweite.
*) Externer Link: Bundesamt für Landestopografie swisstopo: Luftbild 000-314-688

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Jens Merte / 21.9.2002 |
Noch bis 1929 wurden die Kipploren mit Pferden zur Ziegelei gezogen. Zur Visualisierung der allerersten etwas glücklosen, 1929 von der Ziegelei Schumacher von Diema beschafften Diesellok Typ LR (1943 von Stadler umgebaut zur Akkulok, 1946 verschrottet) eine museal erhaltene Lok desselben Typs zu Besuch bei der Museumsziegelei Lage (D).
Das Rollmaterial der 500mm Spurweite von 1929 bis 1989 wird detailliert im Teil 2, dasjenige ab 1989 bis heute der 600mm Spurweite in Teil 3 beschrieben.

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©swisstopo *) / 21.6.1943 |
Das an einem Hang gelegene Abbaugebiet hat sich westlich in die höhere Hanglage verschoben. Dazu wurde etwas südlich eine neue, längere Bremsberganlage erstellt. Diese Bremsberganlage (Standseilbahn) wird über ein Jahrzehnt im Einsatz stehen.
*) Externer Link: Bundesamt für Landestopografie swisstopo: Luftbild 000-314-666

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©swisstopo *) / 21.6.1943 |
Der Bremsberg bzw. die Standseilbahn wurde mit einer etwas abenteuerlichen Holzbrücke über eine bereits abgebaute Vertiefung gebaut, um das weiter oben liegende Abbaugebiet zu erreichen. Kurz vor der Bergstation ist anhand der leichten Schattenbildung das Brückenbauwerk zu erahnen.
*) Externer Link: Bundesamt für Landestopografie swisstopo: Luftbild 000-314-666

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Ziegelei Schumacher/©swisstopo / 1943/1943 |

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Ziegelei Schumacher/©swisstopo / 1943/1943 |
An der Talstation sind gerade 2 weitere beladene Kipploren eingetroffen und werden mit den da wartenden Kipploren zu einem Zug gekuppelt. Als Lokomotive dient die 1943 von Stadler auf Akkumulatorbetrieb umgebaute, 1929 gelieferte ehemalige Diesellok von Diema.

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Ziegelei Schumacher/©swisstopo / 1943/1943 |
Zug mit der 1943 von Stadler auf Akkubetrieb umgebauten, 1929 von Diema gelieferten Lok Typ LR auf dem Weg zur Ziegelei. Es war als Diesellok die erste Lokomotive der Ziegelei und zur Elektrolok umgebaut die erst gelieferte Lok von Stadler, dem heute weltbekannten Schienenfahrzeughersteller. Der Umbau geschah damals aus der Not als Folge von Treibstoffmangel. Da Akkumulatoren damals noch zu leistungsschwach, 1946 leider verschrottet. Auf der letzten Kipplore die Söhne der Familie Schumacher welche später die Geschicke des Unternehmens (und der Feldbahn) noch wesentlich beeinflussen werden.

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©swisstopo *) / 5.8.1953 |
Bei unveränderter Bremsberganlage hat sich der obere Abbau von Lehm gegen Süden erweitert. Gut sichtbar aber auch eine Verlängerung der Feldbahn zum direkten Verlad im unteren Bereich. Die vorgängig gezeigte Brücke für die Standseilbahn wurde obsolet, nachdem die Vertiefung mit Abraum aufgefüllt wurde.
*) Externer Link: Bundesamt für Landestopografie swisstopo: Luftbild 000-183-402

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©swisstopo *) / 5.8.1953 |
Bildvergrösserung des Grubengebiets vom vorherigen Bild
Auf dem talseitig verlängerten Feldbahngleis sind als kleine Punkte Kipploren zu erkennen (Bild unten rechts). Ein direkter Verlad in die Feldbahnzüge war natürlich effizienter als der Transport via Standseilbahn (Bremsberg).
*) Externer Link: Bundesamt für Landestopografie swisstopo: Luftbild 000-183-402

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Ziegelei Schumacher/©swisstopo / 1952/1953 |
Auf der ebenen Abbauterrasse wurden die Kipploren von Hand bewegt und über eine kleine Drehscheibe auf den bei der Bergstation wartenden, keilförmigen Wagen der Standseilbahn geschoben. Ein Seilbahnwagen bot Platz für zwei Kipploren. Gut zu sehen, dass die Vertiefung der alten Abbauterrasse vor der Bergstation, welche 1943 mit einer Holzbrücke überquert wurde, inzwischen aufgefüllt wurde.

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Ziegelei Schumacher/©swisstopo / 1952/1953 |
Während der Maschinist bei aufgeklappter Motorhaube der 1933 von Deutz (via Importeur/Händler R.Aebi, Zürich) erworbenen MLH514 F wohl am Motor gerade eine Kontrolle ausführt, trifft im Hintergrund (links im Bild) der mit 2 vollen Kipploren beladene Seilbahnwagen an der Talstation ein. Auf dem rechten Gleis der Standseilbahn der mit einem Seil verbundene Wagen mit leeren Kipploren, welcher allein durch das Gewicht des Wagens mit den beladenen Loren hochgezogen wurde. Zum Lastausgleich war einzig eine Bremsvorrichtung am Seil nötig. Daher die Bezeichnung "Bremsberg".

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Ziegelei Schumacher/©swisstopo / 1952/1953 |

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Ziegelei Schumacher/©swisstopo / 1955/1953 |
Standseilbahnen waren auch in Ziegeleien selbst weit verbreitet. Für die Zufahrt der Kipploren ins Obergeschoss des Beschickerhauses kam eine Windenbahn zum Einsatz. Im Gegensatz zum mit Schwerkraft betriebenen Bremsberg im Grubenareal wurden bei einer Windenbahn die Kipploren mit einer Seilwinde hochgezogen. Etwas versteckt im Eingang des Obergeschosses ist gerade noch knapp eine hochgezogene Kipplore zu erkennen.

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©swisstopo *) /6.7.1965 |
Das Abbaugebiet hat sich weiter südlich und in Richtung Pfaffwil verschoben. Der Transport geschieht nun ohne Bremsberganlage direkt in die Kipplorenzüge der Feldbahn. Durch die Verlängerung der bisherigen Gleistrasse besitzt die Zufahrtsstrecke ab dem Bahnübergang in der Ober-Schweissmatt jedoch noch eine für längere Kipplorenzüge wenig geeignete grosse Steigung.
*) Externer Link: Bundesamt für Landestopografie swisstopo: Luftbild 000-209-362

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©swisstopo *) / 6.7.1965 |
Die verlängerte Feldbahnstrecke führt nach einer Kurve geradlinig zum etwas vertieft im Hang angelegten Verladeplatz. Da wird gerade ein Zugstamm mit 7 Kipploren beladen.
*) Externer Link: Bundesamt für Landestopografie swisstopo: Luftbild 000-209-362

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Ziegelei Schumacher/©swisstopo / 1962/1965 |
Zum Verlad in der Grube wurde damals noch ein klassischer Löffelbagger mit Seilzügen (Seilbagger) eingesetzt.

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©swisstopo *) / 11.5.1971 |
Das Grubengelände wanderte weiter südlich. Für den Weg von Pfaffwil nach Koblezen am Hang weiter oben wurde vorerst eine Holzbrücke errichtet. Die Verladung geschah aber noch immer nördlich von diesem Weg, fast am selben Ort wie nach dem Abbruch des später errichteten Tunnels wieder ab 2015. Die heute noch benutzte Zufahrtsstrecke ab Bahnübergang Ober-Schweissmatt wurde gerade mit geringerer Steigung neu gebaut. Beide Gleistrassen zur Grube Pfaffwil sind auf dem Bild noch gut auszumachen. Am Bildrand oben rechts ist der neu gebaute Lagerschuppen der Ziegelei zu erkennen. Ein Teil dieses Schuppens wird gut 4 Jahrzehnte später (2013) zu einem bemerkenswerten, firmeneigenen Feldbahnmuseum umgebaut und 2015 mit einer Zubringerlinie an die Stammlinie angeschlossen.
*) Externer Link: Bundesamt für Landestopografie swisstopo: Luftbild 000-221-374

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©swisstopo *) / 11.5.1971 |
Der nördliche Grubenteil, heute Naturschutzgebiet mit Weihern, ist gerade noch in Betrieb während bereits das Gebiet südlichen vom Verbindungsweg für den zukünftigen Abbau aufgeschlossen wird. Ein Zugstamm mit nun bereits 9 Kipploren befindet sich noch am Verladeplatz im nördlichen Grubenteil. Die neue, heute noch benutzte Zufahrt zu der Grube ist in Betrieb während die alte Gleisstrecke gerade zurückgebaut/eingeebnet wurde.
*) Externer Link: Bundesamt für Landestopografie swisstopo: Luftbild 000-221-374

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©swisstopo *) / 8.6.1976 |
Im nördlichen Grubenteil erobert sich die Natur bereits wieder das ehemalige Abbaugebiet zurück. Die Feldbahn führt nun unter der Brücke des Weges von Pfaffwil nach Koblezen hindurch ins südlich gelegene Abbaugebiet.
*) Externer Link: Bundesamt für Landestopografie swisstopo: Luftbild 000-229-674

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©swisstopo *) / 8.6.1976 |
Im südlichen, auch heute (2026) noch aktiven Grubenteil von Pfaffwil wurde nach der Engstelle mit der Brücke ein Verladeplatz mit zwei Abstellgleisen errichtet. Auf dem Bild erkennt man ein Zugstamm aus Kipploren der da gerade beladen wird. Während die Kipploren in der Lehmgrube beladen wurden, war der zweite Zugstamm mit der Lokomotive zur Ziegelei unterwegs.
*) Externer Link: Bundesamt für Landestopografie swisstopo: Luftbild 000-229-674

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Ziegelei Schumacher/©swisstopo / 1976/1976 |
Zur Verladung wurde der alte Seilbagger durch einen fabrikneuen und effizienteren Eder/Ammann Bagger ersetzt. Anfangs Jahr werden auch noch im alten nördlichen Grubenteil Züge beladen. Wie auf dem Bild zu erkennen umfährt die Schöma CDL15 noch ihren zur Grube gezogenen Zug über ein Ausweichgleis. Im selben Jahr wird der neue Verladeplatz im südlichen Grubenteil in Betrieb genommen (Luftbild). Da wurden zwei Abstellgleise für zwei unabhängige Kipploren-Zugstämme realisiert, die abwechselnd von der gleichen, stets talseitig eingesetzten Lokomotive befördert werden.

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ZSK/F.Marti/©swisstopo / 1976/1976 |
Ein Zug mit der 1963 von Schöma beschafften CDL20 2683 kommt aus dem (1976) neu in Betrieb genommenen Umschlagplatz im südlichen Grubenteil. Anstelle der etwas abenteuerlichen Brücke wird später ein Tunnel errichtet und der Einschnitt aufgefüllt. Das ist die einzige Lokomotive deren Schicksal nach der Ausserbetriebnahme in den 80er Jahren unklar ist. 1989 wurde alles rückgebaute 500mm Spur Schienenmaterial und die meisten Kipploren an eine Gärtnerei in Winkel (ZH) für eine projektierte Besucherbahn (analog Gärtnerei Zulauf, heute Schinznacher Baumschulbahn) verkauft. Möglicherweise wurde damals zur Komplettierung der "Startpackung" auch die Lokomotive CDL20 mitgegeben. Eine 500mm-spurige Besucherbahn wurde in der Schweiz jedoch nirgends realisiert, der Verbleib des Materials ist unbekannt.

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©swisstopo *) / 1.7.1982 |
Zwischen dem alten und aktuellen Grubenteil wurde für die Feldbahn im Tagebau ein kurzer Tunnel erstellt. Damit entfiel die unterhaltsintensive Holzbrücke für den Weg nach Koblezen. Im alten Grubenteil wurde für den Naturschutz ein Weiher angelegt, in alten Lehmgruben stets ein Eldorado besonders für Amphibien.
*) Externer Link: Bundesamt für Landestopografie swisstopo: Luftbild 000-246-259

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©swisstopo *) / 1.7.1982 |
Der enge Einschnitt zwischen den beiden Grubenteilen wurde nach dem Bau des Verbindungstunnels zugeschüttet. Im alten Grubenteil, der von der Feldbahn zum Tunneleingang durchfahren wird, ist ein Abstellgleis übrig geblieben. Da sind ein paar überzählige Kipploren abgestellt. Am südlichen Verladeplatz ist knapp noch ein Zugstamm aus 12 Kipploren zu erkennen.
*) Externer Link: Bundesamt für Landestopografie swisstopo: Luftbild 000-246-259

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BEB/©swisstopo / 1981/1982 |
Auch wenn nur ca. 40m lang war die Tunnelstrecke für eine Feldbahn stets eine Besonderheit. Da durchquert die fabrikneue CHL20G von Schöma mit ihrem Kipplorenzug den alten nördlichen Grubenteil Richtung Ziegelei. Dies war 1981 die letzte für die 500mm Spurweite neu beschaffte Lokomotive. Der Lokomotive konnte temporär mit wenigen Handgriffen auch ein Führerhausaufsatz montiert werden.

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Heinz Bircher/©swisstopo / 1984/1982 |
Die Lok DS20 von Diema hat soeben den leeren Kipploren-Zugstamm in die Grube gebracht und wird nach einem kurzen Rangiermanöver mit dem zwischenzeitlich beladenen Kipplorenzug zurück zur Ziegelei fahren. Die DS20 wird als erste Reservelok noch 1989 auch auf 600mm umgespurt. In dieser Funktion kaum verwendet wird sie danach vor allem für Besucherzüge eingesetzt. Die ursprünglich offene, gebraucht erworbene Lokomotive (ex. Flemmingsche Ziegelwerke in Altwarmbüchen bei Hannover) bekam bei der Ziegelei Schumacher ein neu konstruiertes, fest montiertes Führerhaus.

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©swisstopo *) / 31.8.1987 |
Der Verladeplatz zum Beladen der Kipploren wurde geradeaus ins Grubenareal verlegt. Im Grubenareal werden nun auch bereits Aufbereitungsarbeiten (Zerkleinern/Mischen) für den Lehm ausgeführt.
*) Externer Link: Bundesamt für Landestopografie swisstopo: Luftbild 000-255-620

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©swisstopo *) / 31.8.1987 |
Ein Zug mit Lokomotive und 12 Kipploren am Verladeplatz kurz vor dem Umbau der Feldbahn von 50cm auf die leistungsfähigere und einst verbreiterte 60cm Spurweite. Es sind auch die letzten Einsatztage für die Kipploren. Der Verladeplatz mit 2 parallelen Gleisen wurde in Linie zum Tunnel verlegt um Platz für Aufbereitungsanlagen (Brecher, Mischer) zu erhalten. Ungewöhnlich die Anwesenheit nur eines Kipploren-Zugstammes mit Lokomotive in der Grube. Möglicherweise die letzte Fahrt des Tages.
*) Externer Link: Bundesamt für Landestopografie swisstopo: Luftbild 000-255-620

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Ziegelei Schumacher/©swisstopo / 1987/1987 |
Die neueste und letzte für die 500mm Spurweite erworbene Lokomotive CHL20G ist mit ihrem Zug leerer Kipploren gerade durch den Tunnel in der Grube eingetroffen und wird sogleich für die Rückfahrt an den Zug mit den mittlerweile beladenen Kipploren ankuppeln.

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ZSK/E.Fischer/©swisstopo / 1989/1987 |
Der letzte Einsatz auf 500mm Spurweite war für die erst 1981 beschaffte CHL20G die Führung des Abbauzuges. Was fast überall ein Ende für immer gewesen wäre, wurde bei der Ziegelei Schumacher zum Neuanfang in eine glänzende Zukunft. So folgte ein vollständiger Neubau der gesamten Feldbahn mit 600mm Spurweite, heute die einzige aktive Feldbahn der Schweiz. Die Lok versank nach Erledigung ihrer letzten Aufgabe vorerst in einen über zwei Jahrzehnte dauernden Dornröschenschlaf. Heute ist sie Teil des firmeneigenen Museums und kann ihre ehemalige Strecke wieder auf der 600mm Spurweite befahren.

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©swisstopo *) / 30.6.1994 |
Die seit 1989 mit Kastenkippwagen betriebene und auf 60cm umgespurte Feldbahnlinie. Im Grubenareal Pfaffwil sind beim Verladeplatz die Aufbereitungsmaschinen zum Zerkleinern und Mischen zu sehen.
*) Externer Link: Bundesamt für Landestopografie swisstopo: Luftbild 000-264-773

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©swisstopo *) / 30.6.1994 |
Das einzige Verladegleis führt gerade ins Grubenareal hinein. Mit den geräumigen Kastenkippwagen und der automatisierten Entladung in der Ziegelei reicht ein Zugstamm im Pendelbetrieb für den notwendigen Materialfluss. Eine Weiche gibt es nur noch im alten Grubenteil für das dortige Abstellgleis. Da sind neben ein paar für die 60cm Spur erworbenen Kipploren auch der neu gebaute Besucherzug mit umgebauten Wagen aus Kipploren-Untergestellen abgestellt. Ein firmeneigenes Museumsdepot zur geschützten Abstellung konnte 2013/15 in einem Lagerschuppen unweit der Ziegelei realisiert werden. Das Abstellgleis wird heute selten noch als Ausweichmöglichkeit für Museumszüge während dem laufenden Betrieb genutzt.
*) Externer Link: Bundesamt für Landestopografie swisstopo: Luftbild 000-264-773

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ZSK/E.Fischer/©swisstopo / 1989/1994 |
Um- bzw. Neubau der Feldbahn mit 600mm Spurweite

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Heinz Bircher/©swisstopo / 1990/1994 |
Die Neuzeit auf 600mm Spurweite begann mit einem gepflegten, gebraucht gekauft und revidierten Zug aus Belgien. Diesellok Diema DFL60/1.1 und Kastenkippwagen von S.P.Y. (Yeper). Nach Ankunft der fabrikneuen, auf den Namen "Titanus" getauften Lok CHL30G von Schöma im Jahre 1990, stand die Lok aus Belgien fortan als Betriebsreserve zur Verfügung. Bald nach Inbetriebnahme von "Titanus" wurde der Zug von 4 auf 6 Kastenkippwagen erweitert.

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Heinz Bircher/©swisstopo / 1991/1994 |
Der Verladeplatz verschob sich südlich etwas weiter ins Grubenareal hinein. Die Strecke erreichte so ihre maximale Länge von ca. 1250m. Als Lokomotive ist nun bereits die fabrikneue CHL30G von Schöma im Dienst, jedoch noch mit nur 4 Kastenkippwagen.

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©swisstopo *) / 19.6.2002 |
Erstmals konnten die Luftaufnahmen der Landestopografie mit genügend hoher Auflösung in Farbe aufgenommen werden. Für die nächsten Jahrzehnte erfolgt der Abbau von Lehm in Form von Mergel nun von der Grube bei Pfaffwil die sich vor allem noch in südwestlicher Richtung erweitern wird.
*) Externer Link: Bundesamt für Landestopografie swisstopo: Luftbild 000-284-869

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©swisstopo *) / 19.6.2002 |
Lehmgrube Pfaffwil.
*) Externer Link: Bundesamt für Landestopografie swisstopo: Luftbild 000-284-869

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©swisstopo *) / 16.4.2007 |
Die Lehmgrube Pfaffwil und die Ziegelei Schumacher liegen in der Gemeinde Inwil im Kanton Luzern. Da es einst in derselben Gemeinde auch noch die Ziegelei Ineichen gab, bekam die Ziegelei Schumacher eine Postanschrift vom auf der anderen Seite der Reuss gelegenen Nachbarort Gisikon. Damit wurden ärgerliche Verwechslungen in der Geschäftskorrespondenz vermieden. Die Ziegelei Ineichen gibt es nicht mehr, die postalische Besonderheit für die Ziegelei Schumacher ist jedoch bis zum heutigen Tage geblieben.
*) Externer Link: Bundesamt für Landestopografie swisstopo: Luftbild 000-298-733

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©swisstopo *) / 16.4.2007 |
Das als Sperrriegel wirkende Grundstück zwischen dem alten und dem aktuellen Grubenteil konnte von der Ziegelei erworben werden. Der Zugang von Pfaffwil nach Koblezen wurde dauerhaft umgeleitet. So kann das Gebiet westlich oberhalb vom Tunnel auch für den Abbau aufgeschlossen werden.
*) Externer Link: Bundesamt für Landestopografie swisstopo: Luftbild 000-298-733

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Dieter Resinger/©swisstopo / ca.2007 |
Auch wenn deren Zukunft noch unklar war, wurden alte Fahrzeuge nach der Umspurung nicht verschrottet, sondern vorsorglich auch auf dem Dachboden einer Scheune eingelagert. Dieser etwa zwei Jahrzehnte dauernde Dornröschenschlaf endete, nachdem Ueli Wenger mit viel Engagement begann sich um die Lokomotiven zu kümmern und sie für ein museales Leben auf 600mm Spurweite betriebsbereit aufzuarbeiten. So konnten die revidierten Lokomotiven ab 2013 nach und nach ins neu gebaute Feldbahnmuseum zügeln. Während vielerorts sowas als "alter Gerümpel" umgehend dem Schrotthändler übergeben wurde, auch hier wieder Weitsicht und Tradition einer Familienunternehmung.

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©swisstopo *) / 2013 |
Grube Pfaffwil und Ziegelei Schumacher. Im nördlichen Teil des länglichen Lagerschuppens (oben rechts) beginnen noch in diesem Jahr die Umbauarbeiten zu einem firmeneigenen Feldbahnmuseum.
*) Externer Link: Bundesamt für Landestopografie swisstopo: Zeitreise 2013

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©swisstopo *) / 2013 |
Der Abbau verlagert sich wieder nordwärts zurück Richtung alter Grube. Der neue Verladeplatz im alten Grubenareal ist bereits angelegt. Die Tage des Tunnels sind nun gezählt. Der Tunnelabbruch und Kürzung der Feldbahngeleise zum neuen Verladeplatz erfolgt 2015.
*) Externer Link: Bundesamt für Landestopografie swisstopo: Zeitreise 2013

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©swisstopo *) / 2016 |
Während im Grubenareal ein Verlust von ca. 200m Gleisstrecke zu verzeichnen war, stieg die Gesamtlänge der Feldbahn durch den Neubau der Verbindungsstrecke zum 2013 erbauten Museumsdepot von gut 500m Länge insgesamt deutlich an. Aus Richtung Ziegelei zweigt die neue Nebenlinie kurz vor dem Waldrand vom Chörbligerwald in einem 90Grad Bogen nordwärts Richtung Museumsdepot ab. Als kleine Besonderheit und aus purer Freude an der Sache erhielt das Dach vom zum Museum umgebauten Gebäudeteil die mit hellen Ziegeln auch vom Flugzeug aus zu sehende Aufschrift "600" für die da auf 600mm Spurweite eingestellten historischen Fahrzeuge.
*) Externer Link: Bundesamt für Landestopografie swisstopo: Zeitreise 2016

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©swisstopo *) / 2016 |
Der einstige ebenfalls lehmhaltige "Sperrriegel" zwischen den Grubenteilen ist vollständig abgebaut. Die Geleise enden exakt am ehemaligen Tunneleingang auf dem neu erstellten Verladeplatz. Gerade erreicht ein Zug mit den leeren 6 Kastenkippwagen das Grubenareal. Die immer talseitig eingereihte Lokomotive (auf dem Bild gerade unter einem Baum versteckt) stösst den Zug zum Verladeplatz hoch.
*) Externer Link: Bundesamt für Landestopografie swisstopo: Zeitreise 2016

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BEB/©swisstopo / 2022/2016 |
Das 2013 eröffnete, firmeneigene Feldbahnmuseum konnte 2015 mit einer 500m langen Verbindungslinie an das reguläre Stammgleis angeschlossen werden. Die Sammlung beinhaltet sowohl einst regulär bei der Ziegelei im Einsatz gestandene Lokomotiven und Wagen wie auch fürs Museum erworbene Fahrzeuge. Alle ehemals 500mm spurigen Fahrzeuge konnten auf 600mm umgespurt werden.

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©swisstopo *) / 2018 |
Grube Pfaffwil und Ziegelei Schumacher
*) Externer Link: Bundesamt für Landestopografie swisstopo: Zeitreise 2018

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©swisstopo *) / 2018 |
Grube Pfaffwil
*) Externer Link: Bundesamt für Landestopografie swisstopo: Zeitreise 2018

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©swisstopo *) / 2018 |
Ziegelei Schumacher. Gerade fährt ein Zug mit den sechs 2017 neu beschafften Kastenkippwagen von Mühlhäuser zur Entladung in die Ziegelei ein. Die Lok und ein Wagen haben sich bereits vor dem Fotografen der Landestopografie in der Entladehalle versteckt.
*) Externer Link: Bundesamt für Landestopografie swisstopo: Zeitreise 2018

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©swisstopo *) / 2021 |
Grube Pfaffwil und Ziegelei Schumacher
*) Externer Link: Bundesamt für Landestopografie swisstopo: Zeitreise 2021

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©swisstopo *) / 2021 |
Grube Pfaffwil
*) Externer Link: Bundesamt für Landestopografie swisstopo: Zeitreise 2021

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BEB/©swisstopo / 2022/2021 |

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©swisstopo/BEB / 2021/2023 |
Noch halb im Schatten vor dem Depot verrät ihr helleres Grün und das helle rechteckige Dach die 30PS starke 1940 von Gmeinder gebaute Lokomotive (ZSK 20) von der ehemaligen Ziegelei in Oberdiessbach (Kt. Bern). Die kräftige Lok kann auch für Besucherzüge mit den schweren 4-achsigen Personenwagen eingesetzt werden. Die Lok wurde beim Erstellen der Luftaufnahme im Jahre 2021 zufällig vor dem Depot erwischt. Am selben Ort aber mit Flughöhe 0 zum Vergleich eine Aufnahme aus dem Jahre 2023.

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©swisstopo *) / 2024 |
Grube Pfaffwil und Ziegelei Schumacher
*) Externer Link: Bundesamt für Landestopografie swisstopo: Zeitreise 2024

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©swisstopo *) / 2024 |
Grube Pfaffwil. Im alten Grubenteil unterhält die Ziegelei auch ein bemerkenswertes Naturschutzgebiet. Zu Beginn des Jahres wurden gerade die noch etwas kahlen Weiher nach den Wünschen des Naturschutzes neu angelegt. Lehmhaltige feuchte Böden alter Gruben werden ohne weiteres Zutun immer rasch zum Eldorado für viele Amphibien und besonderen Pflanzen.
*) Externer Link: Bundesamt für Landestopografie swisstopo: Zeitreise 2024

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BEB/©swisstopo / 2024/2024 |
Frisch ab Fabrik aufs Gleis gesetzt und direkt klaglos in den realen Einsatz. Diese Qualität lieferte die von Schöma erworbene 100kW (136PS) starke CHL-60G. Für Schöma, heute vor allem auf Hi-Tech Loks für Tunnelbaustellen spezialisiert, war dieser Auftrag dazu auch eine Besonderheit, ist die Ziegelei Schumacher heute doch europaweit die einzige Ziegelei die noch langfristig in ihre Feldbahn investiert. Die Firma Schöma selbst wurde nach der Gründung 1930 ursprünglich mit dem Bau von Feldbahnlokomotiven gross.
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Externer Link zur Ziegelei Schumacher: https://www.ziegelei-schumacher.ch/
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